Reifen

Die wichtigste Verbindung zur Straße.
Die richtige Bereifung erhöht Ihre Sicherheit und spart Geld.

Zusätzliches Plus: Prüfung der Bremsen bei jedem Wechsel

Seit 2010 gibt es in Deutschland die situative Winterreifenpflicht, diese wird nicht durch ein bestimmtes Datum oder einen bestimmten Zeitraum festgelegt sondern besagt, dass ein Fahrzeug bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte nur mit entsprechender Bereifung gefahren werden darf.

Die Vorschrift gilt nur für Fahrzeuge, die aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und nicht für geparkte Fahrzeuge. Somit darf im Winter auch mit Sommerreifen gefahren werden, wenn zuverlässig vermieden werden kann, dass das Fahrzeug bei winterlichen Verkehrsverhältnissen gefahren wird (z.B. Zweitwagen, Oldtimer …)

Seit 01.01.2018 fordert der Gesetzgeber zudem, dass alle nach diesem Datum neuproduzierten Winter- und Ganzjahresreifen mit dem Schneeflockensymbol (Bergspitzenpiktogramm mit Schneeflocke) gekennzeichnet sein müssen, diese werden durch standardisierte Verfahren und strenge Kriterien getestet. Reifen, die vor diesem Stichtag produziert wurden und nur mit der M+S Kennzeichnung versehen sind, dürfen laut einer Übergangsregelung noch bis zum 30. September 2024 gefahren werden.

Die Verordnung trifft Fahrzeughalter wie auch Fahrzeugführer. Vor Antritt der Fahrt muss sich jeder Fahrer von der korrekten Bereifung überzeugen.
Die Vorschrift gilt auch für im Ausland zugelassene Fahrzeuge.

Im Falle eines Unfalls verweigern viele Versicherungen die vollständige Haftung zu übernehmen wenn keine entsprechende Winterbereifung vorhanden war. Oftmals wird in Rechtsurteilen von Mitverschulden bis hin zu grober Fahrlässigkeit ausgegangen.
Auch bei Haftpflichtschäden kann es zu negativen Auswirkungen kommen.

Stvo § 2 Straßenbenutzung durch Fahrzeuge

Wer ohne zulässige Winterreifen, an allen Rädern, bei Eis und Schnee unterwegs ist, muss mit Bußgeld rechnen:

Fahren mit Sommerreifen 60 € 1 Punkt
… mit Behinderung des Straßenverkehrs 80 € 1 Punkt
… mit Gefährdung 100 € 1 Punkt
… mit Unfall 120 € 1 Punkt

Was ist der Unterschied zwischen Rad und Reifen?

In der Fachsprache bezeichnet man als Rad das komplette Bauteil, also Reifen und Felge zusammen. Spricht man hingegen von einem Reifen, ist lediglich vom Gummianteil die Rede.

Felge

Reifen

Rad


Saisonwechsel – welcher Reifen passt zu mir?

O bis O - Regel: ab Ostern Sommerräder – ab Oktober Winterräder aufziehen

 

Winterreifen besitzen eine weichere Gummimischung und ein spezielles Profil, welches aus feinen Lamellen (zickzackförmige Einschnitte auf den Laufflächen) beseht und speziell für den Einsatz auf schneeglattem Untergrund entwickelt wurde. Damit behält es auch bei Minusgraden seine Elastizität. Diese Kombination sorgt dafür, dass sich die Reifen auf Schnee und Eis verzahnen, dies sichert einen optimalen Grip. Vor allem für Vielfahrer und Wintersportbegeisterte sollte der klassische Winterreifen der Reifen der Wahl sein. Wer neue Winterreifen kauft sollte nicht nur auf Qualität, individuelle Fahreigenschaften und den Preis achten, sondern auch auf das sogenannte „Alpine“-Symbol, welches seit 01.01.2018 Pflicht ist.

Sommerreifen sind extremen Temperaturen ausgesetzt. Diese entstehen zum einen durch die Sonneneinwirkung und zum anderen durch die oft hohen Geschwindigkeiten. Für bestmögliche Bodenhaftung werden Sommerreifen daher mit einer deutlich härteren Gummimischung hergestellt. Die Längsrillen im Profil sorgen zudem dafür, dass sich das Wasser bei Regen darin sammelt und über die Querrillen ausgeleitet wird.

Ganzjahresreifen oder auch Allwetterreifen oder 4season Reifen. Ganzjahresreifen weisen auf ihrem Profil sowohl Lamellenstruktur als auch Längsrillen auf und stellen einen Kompromiss zwischen beiden Reifenarten dar. Mit der bei Ganzjahresreifen verwendeten Gummimischung wird versucht allen Temperaturen und Straßenbeschaffenheit gerecht zu werden. Diese Reifenart bietet eine gute Alternative für alle, die ihr Fahrzeug nicht im Dauerbetrieb für regelmäßig gefahrene weite Strecken oder häufige Fahrten in Skigebiete nutzen. Da sich die Reifen das ganze Jahr über im Einsatz befinden sollte die dadurch entstehende höhere Abnutzung mit beachtet werden. Der Vorteil von Ganzjahresreifen liegt in der Ersparnis von Zeit und Geld durch die entfallenden Kosten für die halbjährlichen Reifenwechsel und eventueller Einlagerungskosten. Auch das meist lästige Reifentragen findet damit ein Ende.


Wie häufig muss gewuchtet werden?

Regelmäßiges Wuchten erhöht Sicherheit, schont Reifen und Fahrwerk, spart Geld.

Unsere Empfehlung: spätestens alle 2 bis 3 Jahre Reifen wuchten

Ein unrund laufender Reifen nutzt sich ungleichmäßig ab und es kommt dadurch zu einem schnelleren Verschleiß. Ebenso können dabei Teile des Fahrwerks und der Lenkung mit beeinträchtigt werden. Bei Geschwindigkeiten zwischen 80-120 km/h kann eine Unwucht im Reifen Auswirkungen auf Ihre Sicherheit haben, da sich dadurch das Lenkverhalten und die Fahrstabilität verändert.


Was versteht man unter Reifenmontage?

Eine Reifenmontage ist erforderlich, wenn neue Reifen auf die Felgen aufgezogen werden. Z.B. bei Beschädigung einzelner Reifen, beim Kauf eines neuen Reifensatzes oder beim halbjährlichen Reifenwechsel, wenn kein zweiter Felgensatz vorhandenen ist.

Eine Reifenmontage sollte ausschließlich in der Fachwerkstatt erfolgen, weil dazu spezielle Geräte benötigt werden und die Reifen gewuchtet werden müssen, um eine optimale Sicherheit zu erreichen.


Wann benötigt man neue Reifen?

Reifen sind ständig hohen Belastungen ausgesetzt und nutzen sich mit der Zeit ab. Dabei spielt nicht nur das Profil sondern auch das Alter der Reifen eine wichtige Rolle. Auch selten gefahrene Reifen können aufgrund des Alters brüchig werden. Die Folgen der Abnutzung sind ein verlängerter Bremsweg und die Beeinträchtigung der Fahrstabilität. Dies kann zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen.

Gründe für einen Austausch der Reifen sind:

Profiltiefe
Als Profil bezeichnet man die Struktur auf der Lauffläche der Reifen. Im Anschluss finden Sie die Richtwerte für Profiltiefen und entsprechende Empfehlungen zum Tausch:

Neue Reifen: ca. 8-9 mm
Gesetzliche Mindestprofiltiefe: 1,6 mm
Von Fachleuten empfohlene Mindestprofiltiefe: Winterreifen: unter 4mm
Sommer-, und Ganzjahresreifen: unter 3mm

Unterschreitung der Mindestprofiltiefe wird derzeit mit 60 bis 75 Euro und ein Punkt in Flensburg geahndet.

Ein Tausch der Reifen sollte nicht allein aufgrund der Profiltiefe entschieden werden sondern auch anhand des Reifenalters und der Fahrleistung. Gerade Reifen von wenig gefahrenen Fahrzeugen sollten häufiger überprüft werden, da Standschäden an Reifen keine Seltenheit sind.

Grundsätzlich gilt: Je höher das Profil, desto besser der Grip. Daher regelmäßig Profil prüfen lassen.

Druckverlust
Ein Druckverlust kann unterschiedliche Ursachen haben wie beispielsweise ein Fremdkörper im Reifen, ein defektes Ventil oder auch rissige Reifen.

Sobald ein Reifen Luft verliert sollten Sie die Werkstatt aufsuchen um den Grund des Druckverlustes prüfen zu lassen. Letztlich lastet das gesamte Fahrzeuggewicht auf den Reifen und der richtige Reifendruck ist ein wichtiger Faktor für Ihre Sicherheit.

Im Falle eines Druckverlustes am Reifen sind wir gerne für Sie da.

Schäden an der Reifenoberfläche
Durch starkes Anfahren an die Bordsteinkante können Schäden an den Reifen entstehen, die ein mögliches Platzen der Reifen begünstigen können. Einseitig abgefahrene Reifen weisen häufig auf eine verstellte Spureinstellung hin. In jedem Fall sollte der Grund dafür gefunden und behoben werden.

Fremdkörper in Reifen
Häufig sind Nägel und Schrauben der Grund für einen Druckluftverlust im Reifen. Gerne überprüfen wir für Sie ob der betroffene Reifen noch zu reparieren ist oder durch einen neuen ersetzt werden sollte.

Reifenalter
Grundsätzlich gilt als Empfehlung des ADAC, die Reifen alle 6 bis 8 Jahre auszutauschen.
Im Laufe der Jahre härtet Gummi aufgrund von Witterungseinflüssen oder durch zu langes Stehen aus und wird rissig. Im schlimmsten Fall löst sich die Ablauffläche ab.

Das Alter Ihrer Reifen erkennen Sie an der international von Reifenherstellern benutzten DOT Nummer. Die Abkürzung DOT steht für Department of Transportation des US Amerikanischen Verkehrsministeriums. Die Nummer besteht aus einer Buchstaben-, und Zahlenkombination und ist auf der Flanke des Reifens eingestanzt. Das Reifenalter erkennt man an den letzten vier Ziffern dieser Nummer. Hierbei geben die ersten beiden Ziffern an, in welcher Kalenderwoche die Reifen hergestellt wurden, die letzten beiden das Jahr der Herstellung.


Bezug von Neureifen über uns

Bei uns können Sie aus allen gängigen Modellen wählen. Zusammen finden wir die für Ihre Wünsche passenden Reifen. Selbstverständlich ist bei Neukauf die umweltfreundliche Entsorgung der Altreifen für Sie kostenfrei.

Für Kostenvoranschläge benötigen wir von Ihnen einige Daten:

 

Bestellung von neuen Reifen für die Montage auf schon vorhanden Felgen

Damit die Reifen auf die schon vorhandenen Felgen passen, benötigen wir alle oben im Bild bezifferten Daten. Bitte lesen Sie diese von der Flanke der Reifen ab, deren Felgen Sie verwenden möchten.
Gerne können Sie hierzu unser Bestellformular verwenden

Reifen bestellen

Komplettrad (Bestellung von neuen Reifen und neuen Felgen)

hierzu benötigen wir die Schlüsselnummern aus Ihrem KFZ-Schein

Zur Bestellung von Kompletträdern schicken Sie uns bitte eine Email mit einem Foto Ihres Kfz-Scheins oder benutzen Sie unser Formular für die Reifen-Anfrage auf unserer Webseite

E-Mail schreiben


Einlagerung

Ihre Reifen sind bei uns bestens aufgehoben

Die Lagerung beim Fachhändler bietet Ihnen viele Vorteile:

  • Sichtprüfung der Reifen bei jeder Einlagerung,
    dadurch höhere Sicherheit für Sie
  • Lagerung unter optimalen Bedingungen,
    dadurch verlängert sich die Lebensdauer der Reifen erheblich
  • Kein Hin, - und Hertragen der Reifen,
    dies erspart Ihnen Zeit und Nerven
  • mehr Platz in Keller oder Garage

Allgemeine Tipps zum Thema Reifen

Reifendruck

Das gesamte Gewicht Ihres Fahrzeugs lastet auf den Reifen. Das dabei tragende Element ist Luft.
Somit hat ein richtiger Reifendruck direkten Einfluss auf das Fahrverhalten Ihres Fahrzeugs und ist ein entscheidender Faktor für Ihre Sicherheit. Der richtige Druck wirkt sich auch auf die Lebensdauer Ihrer Reifen und den Spritverbrauch aus.

Reifendruck sollte am kalten Reifen gemessen werden, also vor der Fahrt oder nach nur kurzer Fahrtstrecke (höchstens 10 Minuten Fahrt bei moderatem Tempo).
Auch bei Fahrzeugen mit RDKS (Reifendruckkontrollsystem) sollte der Druck in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Erhöhter Reifendruck
Ein bis zu 0,3 bar zu hoher Reifendruck ist laut Fachleuten unbedenklich. Höher sollte der Druck allerdings nicht sein, da sich die Luft im Reifen während der Fahrt erwärmt und der Druck dabei ansteigt . Dauerhaft zu hoher Druck führt zu schnellerem Verschleiß und höherem Spritverbrauch.

Niedriger Reifendruck
Ein zu niedriger Reifendruck kann sich negativ auf die Fahreigenschaften Ihres Fahrzeugs auswirken. Hierbei kann die Lenkung erschwert werden, der Bremsweg kann sich verlängern und die Schleudergefahr steigt. Auch das Platzen eines Reifen wird damit begünstigt. Zudem führt zu niedriger Reifendruck zu einem schnelleren Verschleiß der Reifen und zu einem erhöhten Benzinverbrauch, was sich auch negativ auf die Umwelt auswirkt.

Der Reifendruck sollte vor allem vor Urlaubsfahrten, bei denen das Fahrzeug schwerer beladen wird oder bei längeren Transportwegen mit höherem Gewicht, vorab angepasst werden.

Der richtige Reifendruck ist vom Hersteller vorgegeben. Sie finden die Angaben u.a. an der Innenseite des Tankdeckels und in Reifendrucktabellen der Reifenhersteller.

Unser Tipp: Regelmäßig, mindestens einmal im Monat, beim Tanken auch den Reifendruck überprüfen.

Vereinbaren Sie einen
Termin in unserer Werkstatt.


Kontakt
Buy now